ma.Visions

Feb 23

Ende der Dialektik: Der Westen blickt auf den Euromaidan - HATE MAGAZIN -

Ein Text von Oleksiy Radynski, Redakteur der ukrainischen Ausgabe der polnischen Zeitschrift Krytyka Polityczna (Politische Kritik). Er lebt als Autor und Filmemacher in Kiew.

Übersetzung aus dem Polnischen von Philipp Goll

Jan 15

Dec 24

Nov 23

Audiomitschnitt der Veranstaltung: Leib ohne Trieb - Von der Prostitution zur Sexarbeit -

Theodora Becker: Sehnsucht nach Unmittelbarkeit – Prostitution als illegitimes Kind der Kulturindustrie
Download: via AArchiv (mp3)

Magnus Klaue: Sexwork und Körperpolitik als postfeministische Sozialtechnologie
Download: via AArchiv (mp3)

(Source: shape)

Nov 16

“„Uni­ver­si­tä­ten die­nen seit jeher der Kon­di­tio­nie­rung für Staat und Arbeits­markt. Die juris­ti­schen Fakul­tä­ten lie­fern treue Staats­die­ner, die auch als Rechts­an­wälte noch im Sinn des staat­li­chen Inter­es­ses auf­tre­ten. In den wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Klit­schen den­ken Kopf­lan­ger über die Effek­ti­vie­rung der Pro­duk­tion, sprich: die bes­sere Aus­beu­tung der Arbeits­kraft nach. Und die geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tä­ten haben den Job über­nom­men, den frü­her die Theo­lo­gie hatte: Sie stel­len das ideo­lo­gi­sche Rüst­zeug der gan­zen Ver­an­stal­tung und begrün­den, warum es rich­tig und wich­tig sei, alle vier Jahre sein Kreuz auf dem Wahl­zet­tel zu ma­chen, sich ehren­amt­lich zu enga­gie­ren, bis zum 67. Lebens­jahr zu schuf­ten und sich jeden Mor­gen für den Gang in die Wer­be­agen­tur oder den Taxi­stand – die zen­tra­len pro­spek­ti­ven Tätig­keits­fel­der der Geis­tes­wis­sen­schaft­ler unter Euch – zu dis­zi­pli­nie­ren. “ ( Aus: „Auf­stand der An­ge­pass­ten“ | Wei­ter­le­sen bei „No Tears for Krauts„)” — http://nokrauts.org/2013/07/aufstand-der-angepassten/

Nov 11

Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Halt's Maul, Deutschland

Nov 07

Screenshot vom englischen Wikipediaartikel “Schneeberg, Saxony”

Screenshot vom englischen Wikipediaartikel “Schneeberg, Saxony”

(Source: shape)

Oct 28

Solidarität mit Franz-Peter Tebartz-van Elst! -

(Source: shape)

Video: Antisemitismus heute - wie judenfeindlich ist Deutschland? | Reportage / Dokumentation | ARD Mediathek

Oct 27

Study: Main German political party foundations fund anti-Israel activity -

Hurriyablog - No Woman, No Drive

Oct 26

Die Sensibilitäten eines Jugendzentrums zu verstehen, dem eine nackte Brust als Gewalt gilt, mag manchen überfordern. Der Fall ist jedoch insofern symptomatisch, als der Begriff (männliches) Privileg im Zentrum der Debatte steht. -

Repression für alle - Leo Fischer (konkret)

(…) Es ist bezeichnend, daß diese Art des Denkens keine Utopie kennt außer einer Art vulkanischer Gedankenverschmelzung und der Abschaffung des Zionismus. Denn zu erobern gibt es in diesem Weltbild eigentlich nichts – der Privilegienbegriff führt zwingend zu dem, was der österreichische Philosoph Robert Pfaller den »Beuteverzicht“ postmoderner linker Bewegungen nennt: Das Privileg soll nicht erobert, sondern zerschmettert werden. Wenn Privilegien sich darüber definieren, »Resultate von Gewaltbeziehungen als genußvoll erlebte Normalität wahrzunehmen« (Kathrin Ganz), dann ist zumindest ein Teil der Bewegung spitz darauf, das Unrecht nicht an der Gewalt, sondern am Genuß zu diagnostizieren. Weil das Privileg auf Gewalt basiert, ist der Privilegierte immer zugleich schuldig, und ihm seine Komplizenschaft aufzuzeigen, Aufgabe des Aktivisten.

Das Leben derjenigen, die der Unterdrückung entronnen sind, soll mit Schuld aufgeladen, ihr Genuß getrübt werden. Daß frei nach Adorno das Privileg eine Vorstufe zum Menschenrecht ist oder das Privileg eigentlich das Menschenrecht ist, das den anderen fehlt, wird nicht gesehen, denn dem Glück selber wird mißtraut: Alle sollen so unglücklich sein wie die jeweils Unglücklichsten, die die Gesellschaft hervorgebracht hat. Paradoxerweise dürfen Privilegien nur dann ausgeübt werden, wenn alle sie haben können; das Glück muß entweder total sein, oder es darf überhaupt nicht sein. Auf Basis dieses reaktionären Privilegienbegriffs ist es dann auch logisch, öffentliche Küsse und Umarmungen zwischen Heterosexuellen zu unterbinden, weil Homosexuelle diese nicht so leicht haben können (vgl. Magnus Klaue: »Das gelebte Nichts«, KONKRET 7/13); ebenso logisch wie der Verzicht aufs Essen, weil anderswo Menschen hungern.

In ihrer Glücksfeindlichkeit verlängern die auf Privilegien angesetzten Kritiker bloß die Repression– und reproduzieren unbewußt jene Ideologie, deren einfachster Modus die Mißgunst ist: Wo immer der Gedanke ans Glück »inmitten der prinzipiellen Versagung als verwirklicht erscheint, müssen sie die Unterdrückung wiederholen, die der eigenen Sehnsucht galt« (Adorno: Elemente des Antisemitismus). Deswegen ist es nicht nur Ausdruck von Wahn und Blödheit, daß dieselben Bielefelder, die den nackten Mann wieder anziehen, auch den Juden wieder nach Hause schicken. Es hat schon alles seine Richtigkeit.

Oct 21

Neonazis im Osten: Judenhass in der Kinderliga -

"Fidschi", "Ausländerschwein", "fick dich, du Jude" - Zitate aus dem Spielbericht des Schiedsrichters eines Fußball-Jugendspiels im sächsischen Wurzen. Der Rassismus in Ostdeutschland hat die Kinderligen erreicht - und Verantwortliche finden alles gar nicht so schlimm.

Sep 22

“Einem dialektischen Satz zufolge bestimmt das Ganze die Wahrheit nicht in dem Sinne, daß das Ganze vor oder über seinen Teilen ist, sondern in der Weise, daß seine Struktur und Funktion jede besondere Bedingung und Beziehung bestimmen. So drohen in einer repressiven Gesellschaft selbst fortschrittliche Bewegungen in dem Maße in ihr Gegenteil umzuschlagen, wie sie die Spielregeln hinnehmen. Um einen höchst kontroversen Fall anzufahren: die Ausübung politischer Rechte (wie das der Wahl, das Schreiben von Briefen an die Presse, an Senatoren usw., Protestdemonstrationen, die von vornherein auf Gegengewalt verzichten) in einer Gesellschaft totaler Verwaltung dient dazu, diese Verwaltung zu starken, indem sie das Vorhandensein demokratischer Freiheiten bezeugt, die in Wirklichkeit jedoch längst ihren Inhalt geändert und ihre Wirksamkeit verloren haben. In einem solchen Falle wird die Freiheit (der Meinungsäußerung, Versammlung und Rede) zu einem Instrument, die Knechtschaft freizusprechen. Und doch (und nur hier zeigt der dialektische Satz seine volle Intention) bleiben das Vorhandensein und die Ausübung dieser Freiheiten eine Vorbedingung für das Wiederherstellen ihrer ursprünglichen oppositionellen Funktion, vorausgesetzt, daß die Anstrengung, ihre (oft selbstauferlegten) Beschränkungen zu überschreiten, intensiviert wird.” — Herbert Marcuse: Repressive Toleranz
in: Wolff, Moore, Marcuse: Kritik der reinen Toleranz;
1965, deutsch bei Suhrkamp Ffm 1996

Sep 20

Plädoyer für die Auflösung der Refugee-Zeltlager | Bahamas