ma.Visions    

THANK YOU!спасибо

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KOUDLAM , New Order

(Source: youtube.com)

schräge fotostrecken gibts via internet k-hole

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Heute kann sich jeder Alt- und Neo-Nazi in Ruhe durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme schalten. Kein Fassbinder, kein Wildenhahn, keine feministischen Filmemacherinnen mehr, die ihm in schöner Regelmäßigkeit die Stimmung verderben. “Liebe Deutschland” ist der kategorische Imperativ, dem jede budgetierte deutsche Film- und Fernsehproduktion unterliegt: Die im Produktionsspiegel veröffentlichten Synopsen der vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF) geförderten Filme geben darüber Aufschluss, dass die Schlüssel zum Geld die “Liebe” und das “Deutschland” sind. Im Lichte des fünfzigjährigen Jubiläums des Oberhausener Manifests betrachtet ist das ein Skandal, weil sich das Manifest ja gerade gegen die heimatselige Konservierung post-nationalsozialistischer Filmästhetiken gerichtet hatte.
 

Über individuelle Geschichtlichkeit

Mit der umfassenden digitalen Durchdringung unseres Alltags dank Facebook, Mobiltelefon und co. verändert sich auch unsere Zeit – und Selbstwahrnehmung. Nicht nur, dass sich die Zeit scheinbar beschleunigt, wir selbst fächern uns nun in zusätzliche Repräsentationsfacetten auf. Die Abbildung unseres Lebens wird praktisch unbegrenzt vorhalt- und verwaltbar. Anders als es die Beobachtung eines Lifestreams suggerieren mag, gibt es nichts wirklich Vergängliches, alles bleibt und wird gespeichert. Irgendwo ist immer ein Cache, der nicht gelöscht wird. Doch es scheint nie genug: Wir kämpfen um die permanente Konservierung flüchtiger Momente und formatieren sie dabei so, dass sie in drei Qualitätsstufen auf Flickr erscheinen können. Die Deutlichkeit eines Erlebnisses steigt mit den Megapixeln im DSCirgendeinenummer.Jpeg. Jede Bedeutung wird auf einen simplen Nenner gebracht, verschlagwortet und hält so lange an, wie andere mit Kommentaren und Verlinkungen darauf reagieren. Idealerweise so lange, wie es das Speichermedium mitmacht. Das, was sich einer Abbildung entzieht oder mangels Möglichkeit nicht in Bild oder Video festgehalten wird, wird niedergeschrieben. Facebook-Status-Updates battlen mit Twitter-Tweets und konstruieren ein überschnelles Jetzt, dessen vermittelter Charakter durch Echtzeit-Nähe kaschiert wird.

Was bedeutet das für die individuelle Geschichtlichkeit? Zunächst einmal: Wir konstruieren sie, um uns unserer Selbst gewiss zu sein.

Dabei filtern wir sozial vermittelbare Ereignisse heraus und speisen sie, je nach gewünschter Rezpientengruppe, in verschiedene Netzwerke ein. Die berufliche Vita wird mit Daten, also Beweisen, unterfüttert bei Xing und Linked.in hinterlegt, in der Erwartung, dass dadurch ein aussagekräftiges Bild für über die handelbare Leistungsfähigkeit entsteht.
Party-Fotos wandern, je nach Bildungsgrad und Mileu, zu MySpace, StudiVz, Facebook oder Flickr und vermitteln das Bild eines sozial integrierten, ergo wertvollen Menschen. Dadurch steigt die Chance auf weitere Einladungen, auf Gästelistenplätze und Sex.
Persönliche Befindlichkeiten wandern auf ein Weblog – mit dem sanften Kitzel angesichts unbekannter Mittleser und mit der Hoffnung auf Feedback in Form von affirmativen Kommentaren, die nicht nur der Bestätigung des Gesagten, sondern auch der Bestätigung der Relevanz der eigenen Existenz dienen. Musik wird auf digitalem Wege gefällig und bedeutungsschwanger gemischt und verteilt. Wobei die Einfachheit der Zusammenstellung und Verteilung (eine gut befüllte iTunes-Library vorausgesetzt) die mithin intendierte Dokumentation von Gefühlszuständen und Erinnerungen kannibalisiert. Wo man jegliche Gefühlsvarianz mit hunderten Liedern untermalen könnte, verschwindet die Besonderheit des einen Liedes, das alles auf den Punkt bringt.

Solange wir unser Selbstwertgefühl primär aus dem Feedback anderer speisen, ist die in Formate gepresste Repräsentation unserer Persönlichkeit genau das, was uns auszeichnet. Nicht die Persönlichkeit an sich. Sich selbst genug zu sein, im Momenet zu bestehen und zu leben ohne sich an Gewesenem entlanghangeln zu müssen, erscheint zusehend schwieriger.
Das Festklammern an Dingen, die vorbei sind, befreit uns von der Notwendigkeit im Jetzt zu bestehen und uns in wirklicher Freiheit zu bewegen. Dabei wäre es nicht nötig, die eigenen Erfahrungen zu ignorieren oder gar zu verdrängen, sondern vielmehr ihnen eine andere Bedeutung zu geben. Eine Bedeutung, die sich nicht aus der nachträglichen Historisierung speiste und erst durch die Konservierung zum Tragen käme.

Aus aktuellem Anlaß:

Entweder Broder - Die Deutschland-Safari! - Krieg und Frieden

weitere Folgen: https://vimeo.com/search?q=Entweder+Broder

U.S.- Mexico Border

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(Source: e-babe, via zdarlight)

Doku über die Kowloon Walled City

Auf YouTube gibt es eine interessante Doku von 1989 über die Kowloon Walled City, einem legendären, wild bebauten Stadteil von Hongkong, der vor seinem Abriss 1993 die höchste Bevölkerungsdichte der Welt hatte und lange Zeit als Art rechtsfreier Raum unter Kontrolle des organisierten Verbrechens galt. Doku gibts nach dem Klick, mehr Fotos bei Doobybrain.

(Source: interweb3000.blogspot.de)

Und wer noch an Internet-Revolutionen glaubt, der hat sowieso vergessen wie es ist, Rotwein-trunken am Spalt offener Fenster zu riechen. Bei dem ist die Verlifestylung des Roamingdschungels ein reiner Nebeneffekt. Der glaubt noch an das Fernsehen. Und der glaubt auch an einen Rip-Off. Der hat in Kairo per Facebook mitgemacht.
 
Israel Under Fire: More Than 200 Rockets Fired From Gaza (for real-time updates visit IDF-updating post)
SUPPORT ISRAEL SAVING LIVES!
Wondering how you can help the IDF protect the Israel’s residents? Spread the truth.

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So viel Hitler war selten

Ein Vortrag von Daniel Erk zur Banalisierung des Bösen

Today, 7:00pm
im Zazie Kino in Halle (Saale)



Daniel Erk analysiert und kommentiert in seinem neuen Sachbuch „So viel Hitler war selten“ ein erstaunliches Zeitphänomen. Ob in der Werbung, den Medien oder im politischen Streit – Hitler ist wieder überall. Seine These: Durch die sorglose Omnipräsenz des Mannes mit dem kleinen Bart, der als das personifizierte Grauen gilt, wird die Zeit des Nationalsozialismus banalisiert und die eigentliche Gefahr des Faschismus unterschätzt. Verliert das Schreckliche seinen Schrecken?

Seit 2006 betreibt der Journalist und Autor Daniel Erk für die „taz“ den ‚Hitlerblog‘, der im Jahr 2010 als bestes Weblog des Jahres mit dem LeadAward in Bronze ausgezeichnet wurde. In seinem Vortrag zum Buch erklärt der Autor „warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist“. Im Anschluss an den Vortrag laden wir zur Diskussion.

Dummheit, Ressentiment und Judenhass liegen so nah bei einander.

Die gesamte Doku gibts auf youtube:
Jew.de.ru - Die jüdischen Kontingentflüchtlinge (2010)

Bonjour Tristesse Nr. 13 [Frühjahr 2012]

Schwerpunktthema »Linke Medien« Sonderbeilage zur Leipziger Buchmesse.

Weiterhin sind in dieser Ausgabe beide Vorträge zur Diskussionsveranstaltung “Der große Hedonismus-Schwindel. Über die Rebellion der Angepassten.” (August 2011) nachzulesen:

Nach einem gelungenen Abgang liegt die letzte Ausgabe jetzt beim Local Dealer, kann auf bonjourtristesse.wordpress.com gelesen werden und ist als PDF erhältlich.

 
[Flash 9 is required to listen to audio.]

Hier stehe ich, ich kann nicht anders.
Die Wutbürgerproteste und der Umschlag von ethischer in praktische Gewalt, Vortrag & Diskussion mit MAGNUS KLAUE

24.01.2012 Universität Jena, Hörsaal 8 // 19 Uhr


In nichtrevolutionären Zeiten pflegen sich die nach innen gestaute Wut, der Neid und das Ressentiment der Massen in aktionistischen Ersatzhandlungen Bahn zu brechen, die wahlweise „Revolten“ oder „Aufstände“ genannt werden und, wenn es ganz schlimm kommt, zur authentischen Tathandlung der zum Volk zusammengeschweißten freiwillig Entmündigten eskalieren. Der prospektive Feind solcher im Pogrom zu sich selbst kommenden Aufstandseuphorie ist von der „Occupy“-Bewegung ebenso abstrakt wie konkret mit dem Slogan „Eine Welt ohne 1 % ist möglich“ benannt worden: Egal, wer sich in welcher Zahl und an welchem Ort zum spontanen Kollektiv zusammenklumpt, es gibt immer das eine Prozent, das aus der Welt geschafft werden muß, damit die anderen sich wohlfühlen können. Das eine Prozent ist das zur statistischen Größe zusammengeschrumpfte, unpersönliche, aber im je besonderen Fall immer konkrete Opfer, das gebracht werden muß, damit die restlichen 99 es mit der Borniertheit und Stumpfheit ihresgleichen aushalten. Bei aller Unduldsamkeit gegenüber Kritik und Geist ähneln die Protagonisten der „Occupy“-Bewegung den diversen Umwelt-, Bildungs- und Bahnhofsprotestlern allerdings darin, daß sie bislang erstaunlich gewaltlos geblieben sind und gut protestantisch mit „moralischen“ und sonstigen „höheren Werten“ argumentieren. Doch die Geschichte des Protestantismus selbst macht augenfällig, daß die ungetrübte Überzeugung, auf der richtigen Seite zu stehen und daher um keinen Zoll weichen zu dürfen, jederzeit in Barbarei umschlagen kann. Vor diesem Hintergrund wird der Vortrag die Wutbürgeraufstände hierzulande als Symptome einer immer offeneren (Selbst-)Vernichtungssehnsucht des depravierten Restbürgertums zu deuten versuchen.

Magnus Klaue ist freier Autor und publiziert u.a. in den Zeitungen Bahamas und Jungle World.

(Source: podcast.de)